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FFV Heidenheim e.V. - Rezept für den Aufstieg

13. September 2013 Heidenheimer Zeitung Online

 

FFV: Das Rezept für den Aufstieg

 

Neuer Anlauf mit neuer Trainerin: Nach zweimal knapp verpasstem Titel starten die Landesliga-Fußballerinnen des FFV Heidenheim am Sonntag den dritten Angriff in Richtung Verbandsliga-Aufstieg.

Katja Illenberger, die den nach Freiburg abgewanderten Dietmar Sehrig auf der Kommandobrücke ablöste, ist sich sicher: „Die Mannschaft hat das Potenzial, den Aufstieg in die Verbandsliga zu schaffen.“ Solche Aussagen seien zwar einerseits gefährlich, andererseits aber „wäre es vermessen, zu behaupten, wir streben nach zwei Vizemeisterschaften nun die Plätze drei oder vier an.

Im Gegensatz zu den Vorjahren würde in der neuen Saison auch der zweite Platz über Relegationsspiele noch höherklassige Optionen zulassen. Zum Saisonstart empfängt der FFV am Sonntag Ruppertshofen (11 Uhr, Waldsiedlung Königsbronn).

Das Bekenntnis zur Favoritenrolle schließt für Katja Illenberger die Überzeugung mit ein, dass ihre Schützlinge mit dem gewachsenen Druck gut zurechtkommen. „Wir sind jetzt sicher auch die Gejagten, denn was wir vorhaben, hat sich in der Liga herumgesprochen“, weiß sie.

Aus der bitteren 0:1-Niederlage gegen Hegnach zum Finale der vergangenen Saison, die den Heidenheimerinnen den Titel kostete, gilt es die richtigen Konsequenzen zu ziehen. So ein Erlebnis werde man nie ganz aus dem Kopf kriegen, weiß die Trainerin zwar aus Erfahrung: „Aber das muss jetzt umschlagen in eine Jetzt-erst-recht-Reaktion.

Seit 23. Juli läuft die Vorbereitung. Und dass es die Spielerinnen ernst meinen mit ihrem Saisonziel dokumentiert sich seitdem in einer hohen Trainingsintensität. Auch wenn urlaubsbedingt immer wieder Akteurinnen fehlten, so ließ die Teilnahme am Übungsbetrieb mit durchschnittlich 17 bis 22 Akteurinnen kaum Wünsche offen. „Ein absoluter Luxus“, freute sich Illenberger über den Trainingsfleiß. Dem üppigen 25-köpfigen Kader gehören allerdings momentan auch einige Gastspielerinnen an.

Die Mannschaft habe in der Vorbereitung „supergut mitgezogen“ – und wurde für diese Einstellung auch mit guten Ergebnissen belohnt. Siegen gegen unterklassige und gleichrangige Teams – zuletzt gab's am Sonntag ein 3:1 beim Landesligisten Albeck – standen Niederlagen gegen Mannschaften zu Buche, die in höheren Ligen beheimatet sind. Im WFV-Pokal unterlag der FFV dem Verbandsligisten Rommelshausen etwas unglücklich. Bei den immerhin in der Regionalliga angesiedelten Schwaben Augsburg gab's ein 0:3, dem die FFV-Trainerinnen viele positive Seiten abgewinnen konnte.

Nur Jenny Bantel (zu Aufsteiger Hegnach) hat dem FFV in der Sommerpause den Rücken gekehrt. Neben Talenten aus der eigenen Jugend schlossen sich Spielerinnen mit zum Teil höherklassigen Erfahrungen wie Jana Linke (Freiburg), Elli Sembach und Jaqueline Reimer (beide Crailsheim) den Heidenheimerinnen an.

Mit Katja Illenberger kehrt auch ein neues Spielsystem beim FFV ein. Die bevorzugte Grundformation der 36-Jährigen ist ein 4-2-3-1, also ein modernes System mit Vierer-Abwehrkette und nur einer Stürmerin. „Wir werden uns mit Sicherheit nicht verstecken und hintenreinstellen“, verspricht die Trainerin.

Wichtig ist Katja Illenberger darüber hinaus der Zusammenhalt in der Mannschaft. Trotz des gestiegenen Konkurrenzkampfes soll der „familiäre Aspekt“ nicht zu kurz kommen. „Ich bin ein absoluter Disziplin-Mensch“, legt sie zudem Wert auf gegenseitige Verlässlichkeit und auf kameradschaftliches Benehmen.

Nur eines schließt die in Aalen als Technische Zeichnerin arbeitende Ex-Bundesliga-Spielerin aus: Mitspielen wird sie selbst nicht mehr. „Ein absolutes No-Go“, sagt sie aus Überzeugung: „Die Spielerinnen sind aufmerksamer, wenn der Trainer seine Kommandos von der Seitenlinie gibt.“ Außerdem liege ihr Spielerpass seit 2005 in Crailsheim – „und ist wahrscheinlich schon archiviert“, wie sie scherzhaft anfügt.