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NEWSTICKER:
FFV Heidenheim e.V. - U17 vs. SPvgg Rommelshausen

13. Oktober 2013

 

Drei Punkte liegen gelassen

 

Es gibt Spiele, bei denen es schwer fällt den Blick aufs Wesentliche zu behalten. Ein solches war die Begegnung der U17 am Samstag in Rommelshausen, wo die Erinnerung vor allem durch Schiedsrichterentscheidungen und einen letztendlich tragischen Feldverweis bestimmt werden, der die heidenheimer Mannschaft für die restlichen sechs Minuten in Unterzahl brachte und auch im Hinblick auf die nächsten Spiele ärgerlich ist.

 

Dies verstellt leicht den Blick auf die Unzulänglichkeiten, die das Spiel des FFV-Teams von Beginn an prägten und insbesondere auf die Behäbigkeit mit der die Mannschaft das Spiel in der ersten Hälfte betrieb.

 

Das 1:0 für Rommelshausen in der 14. Minute kann man durchaus als Verkettung unglücklicher Umstände sehen, aber es war auch symptomatisch. Zunächst ein Ballverlust, direkt nach dem Abwurf vom Tor, so dass nur zum Eckball geklärt werden konnte. Dann wurde der von der Ecke eigentlich zu kurz herein gespielte Ball am ersten Pfosten nur halb getroffen, so dass er erneut herein gespielt werden konnte und diesmal, wohl eher zufällig, einen Kopf traf, der ihn hoch bis vor das heidenheimer Tor verlängerte. In dem nun entstandenen Tumult landete der Ball nach acht Querschlägern auf einem rommelshausener Fuß, der ihn ins Tor beförderte

 

Besonders deutlich war, dass die ersten Bälle bei allen Gelegenheiten meistens den Gastgebern gehörten und dass im heidenheimer Spiel viel zu oft die Anspielstationen fehlten. Eine spielerische Überlegenheit der Rommerlshauserinnen gab es zwar in keiner Phase des Spiels, doch führte die fehlende Ordnung oft zu Zweikämpfe oder gar Tumulte, in denen sie durch körperlich engagiertere und härtere Aktionen meistens die Nase vorne hatten.

 

Zu Beginn der zweiten Hälfte schien sich alles zu ändern. Die Mädchen des FFV agierten nun schneller, eroberten sich die meisten ersten Bälle und setzten den Gegner unter Druck. Folgerichtig fiel in der 46. Minute auch der Ausgleich, als Toni de Muro nach einem bereits abgewehrten Eckball im rommelshausener Strafraum den Ball zurückeroberte, quer zu Tigidankay Bah legte und diese Katharin Zembrod zum Einschuss vorlegte. Nun schien die heidenheimer Führung in der Luft zu liegen und es ergaben sich auch einige Chancen, doch diese konnten nicht genutzt werden.

 

Dann kam Stück für Stück die klare Linie wieder abhanden. Das Spiel verlor von heidenheimer Seite an Ordnung und wurde von rommelshausener Seite immer körperbetonter gespielt. Die erneute Führung der Gastgeber ergab sich dann auch wieder aus einer eher chaotischen Situation. Ein rommelshausener Freistoß wurde abgewehrt, landete jedoch wieder bei einer Angreiferin. Diese flankte erneut vor das heidenheimer Tor, wo der Ball erneut abgewehrt wurde und erneut bei einer Angreiferin landete, die zum Führungstreffer abschließen konnte.

 

Der Wille, erneut auszugleichen war zu erkennen und auch Chancen wurden erspielt, jedoch ohne zählbares Ergebnis. Natürlich hätte noch ein Treffer gelingen können, aber für den Blick nach vorne ist wichtiger zu verstehen, dass man harte Zweikämpfe durch schnelles Passspiel vermeiden kann. Dazu gehört jedoch neben verlässlicher Balltechnik und hoher Laufbereitschaft auch die passende Mannschaftseinstellung und die ist manchmal schwer im Blick zu behalten.