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NEWSTICKER:
FFV Heidenheim e.V. - FFV vs. TGV Dürrenzimmern

30. April 2017

 

Frauen Verbandsliga

 

FFV Heidenheim – TGV Dürrenzimmern 3 : 3 ( HZ.1 : 1 )

 

Irres Spiel mit atemberaubender Schlussphase

 

Es war ein Spiel nach dem man im Heidenheimer Lager nicht so recht wusste, hat man nun einen Punkt gewonnen oder doch zwei verschenkt. Die Wahrheit liegt wahrscheinlich in der Mitte, denn bis zur 90.Spielminute lag man mit 1:2 hinten ehe eine turbulente und denkwürdige Schlussphase ihren Anfang nahm. Die Vorgeschichte in diesem, an bis dahin höhepunktarmen Spiel, ist schnell erzählt. Der FFV wirkte nach dem guten Auswärtsspiel vom vergangenen Wochenende in Münchingen wie gehemmt und spielte mut-, kraft- und ideenlos. Die Abwehr war nicht im Bilde, das zentrale Mittelfeld kaum vorhanden und auch die Offensive blieb blass und chancenlos. Dürrenzimmern hingegen spielte das was es kann. Kämpferisch auf der Höhe operierte der Gast mit langen Bällen und zwang die FFV’lerinnen immer öfters in die Defensive. Folgerichtig dann auch das 0:1 durch die agile Miriam Blocher nach einem Stellungsfehler der gesamten Deckung einschließlich einer zögerlichen Torspielerin Janina Liber. Mit Glück und Geschick gelang dem FFV kurz vor der Pause dann noch das 1:1 durch U17-Spielerin Tina Neubrand, die eine Bogenlampe gefühlvoll im Gästetor unterbringen konnte.

Halbzeit zwei begann dann lebhafter und druckvoller. Heidenheim übernahm jetzt mehr und mehr das Kommando ohne jedoch spielerische Glanzpunkte zu setzen. Aber im Gegensatz zu Halbzeit eins war jetzt ein Wille und eine Entschlossenheit zu erkennen, die man über 90 Minuten erwartet hätte, zumal der Gegner schon als Absteiger in die Landesliga feststeht. Dürrenzimmern schien ausgepumpt, aber der FFV machte es nicht sonderlich clever, sondern agierte vermehrt durch die Mitte. Ein schlampiges Zuspiel im Zentrum leitete einen weiteren Konter ein dem eine Reihe von individuellen Fehlern folgte und schließlich mit der erneuten Gästeführung endete. Heidenheim versuchte in der Folgezeit alles. Die Trainer lösten die Viererkette auf und brachten mit Tamara Landgraf die dritte Stürmerin. Dies sollte sich auszahlen. Die agile Stürmerin brachte noch einmal frischen Wind und markierte in der 91.Spielminute nach schöner Kombination das verdiente 2:2 aus kurzer Distanz. Die vierminütige Nachspielzeit lief bereits, als der FFV einen zu kurz abgewehrten Ball erobern konnte und schnell im Mittelfeld verarbeitete. Maren Michelchen fasste sich ein Herz und erzielte in der 93.Spielminute aus 20 Metern mit herrlichem Distanzschuss den vermeintlichen 3:2 Siegtreffer. Statt aber das Tor zu bejubeln, um danach konzentriert zu stehen und aggressiv zu verteidigen, stellte man sich an, als hätte man zum ersten Mal Fussball gespielt. Wieder fehlte jedwede Aggressivität und fast ängstlich verteidigte man nach hinten statt konzentriert nach Vorne. So kam es wie es kommen musste, nach einem völlig überflüssigen Eckball nur 30 Sekunden nach dem 3:2 brachte man das Leder nicht aus der Gefahrenzone und kassierte noch das 3:3 durch erneut Miriam Blocher.

Das Wechselbad der Gefühle war natürlich groß, trotzdem kann man auf dem Ergebnis aufbauen, wenn man seine Lehren daraus zieht. Mit Engagement und Wille von Minute eins an sollten Punkte gegen die beiden nächsten Gegner möglich sein. Man hat 4 Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz und 5 auf den ersten Absteiger. Genau das sind die nächsten Gegner.“ Mit Powerfussball und totaler Präsenz hat man in diesen beiden Spielen die große Möglichkeit das Abstiegsgespenst endgültig zu vertreiben“. „Das sollte Motivation genug sein,“so die sportlich Verantwortlichen unisono.